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Karpfenangeln im Sommer

Karpfenangeln im Sommer

So fängst Du konstant in der heißen Zeit

Der Sommer ist die Zeit, in der fast jede Fischart gut beißt – vorausgesetzt es werden einige Dinge beachtet.

Karpfenangeln im Sommer

Plätze unter Futter halten

Wer nun regelmäßig Partikel und/oder Boilies an vielversprechenden Spots, wie Kanten, ausgespähten Zugrouten, Uferzonen, Schilf, Seerosen etc. füttert, wird fangen. Dies gilt insbesondere für Spots, die schon seit einiger Zeit, vielleicht seit dem ersten Frühjahresansitz, ständig unter Futter stehen. Wer sicher gehen möchte, sollte einen Platz 7-10 Tage unter Futter stellen, beobachten, ob das Futter angenommen wird und anschließend 24 Stunden Ansitzen. Meist reichen aber bereits 12 Stunden, wenn die Abend- und Morgenstunden enthalten sind, um vielversprechende Fangaussichten zu haben.

Ein Partikelmix aus Mais, Weizen, Hanf und Tigennüssen eignet sich, um preiswert – von Dauer – füttern zu können.

Bewährte Praktiken machen Sinn

Der Sommer ist durchaus eine Zeit des Testens und Experimentierens. Ich angle meistens aber ganz gewöhnlich mit einem scharfen 4-8er Haken von Korda (Kaptor), Owner oder Gamakatsu am No-Knot. Das höchste der Gefühle ist dann meist noch ein Aligner-Adapter von Carpleads, der über das Öhr gezogen wird, um den Hakeffekt etwas zu verbessern. Was sich außerdem bewährt hat, ohne Spielerei zu sein, ist ein Bleischrot, einige Zentimeter entfernt vom Haken. Dieses sorgt dafür, dass der Haken nach dem Einsaugen nach unten fällt, damit er auch schön in der Unterlippe greifen kann.

Karpfen Sommer Montage

Vorne wurde das Coating einfach mit den Fingernägeln entfernt, damit der Karpfen den Köder widerstandsfrei inhalieren kann. Ab dem Bleischrot beginnt der ummantelte Teil, der Verhedderungen beim Auswurf verhindert und u.a. dafür sorgt, dass das Vorfach straff auf dem Gewässergrund liegt.

Wer seine Rute auswerfen muss, sollte auf jeden Fall mal Combi-Link-Material ausprobieren. Dieses besteht aus einem weichen Kern aus geflochtener Schnur, der von einer steifen Ummantelung umgeben ist. Hier lassen sich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: wird ein kurzes Stück vor dem Haken mit den Fingernägeln oder einem Strippa-Tool entfernt, kann der Karpfen das Vorfach problemlos einsaugen. Ist der restliche Teil weiterhin ummantelt, ist die Verhedderungsgefahr weitaus geringer, als mit einem rein geflochtenen Vorfach auszuwerfen. Ein weiterer Vorteil der Ummantelung ist, dass sie abriebfester ist. Ich empfehle das Jackal von Kryston.

Brassen und Krabben haben Hochsaison

Krabben klauen gerne Boilies – egal, ob fischig oder süß – vom Haar.

Bei vielen Brassen und Krabben helfen, meiner Meinung nach, 3 Dinge:

  • Tigernüsse in einer Kette am Haar (aber nicht mit einem Pop-Up-Boilie kombinieren, denn dann gehen ganz schnell auch die Tigers unbemerkt flöten!)
  • „Gewrappte“ Boilies mit Überzug (z.B. Korda Super Wrap)
  • viel Plastik (künstliche Köder aus dem Hause Enterprise Tackle usw.)

Besonders große, süße Boilies wurden bei mir immer schnell von Wollhandkrabben zerlegt. Auch besonders hoch aufgpoppten Pop-Up-Montagen erging es nicht anders. Die Krabben ziehen sie mit der Zeit gen Boden und zurück bleibt ein leeres Haar.

Brassen beißen zwar ab und zu auf 2-3 Tigernüsse am Haar, nehmen diesen Köder jedoch nicht so bereitwillig, wie Boilies, Mais und Co.

Das Kraut- und Pflanzenproblem

Wir Angler schätzen die Natur, hegen sie und hinterlassen stets alles so, wie es vorher war. Nur so darf das Angeln in der Natur ablaufen. Meist wächst das Interesse an der Pflanzenwelt mit dem Alter. Die Ausnahme: Kraut am Rig. Besonders im Sommer wuchert es Unterwasser teils gewaltig. Selbstgebaute Krautsensen (falls gestattet) hin oder her, hier helfen keine Kompromisse. Du solltest auf krautigen und schlammigen Böden nur noch ein Rig fischen: das Chod-Rig.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Köder steht über dem Kraut, sowie Grund und es fliegt verhedderungsfrei, da sich das Blei am Ende befindet. Zu beachten gilt es, dass hier leichte Bleie, um die 60 g, vollkommen für einen Selbsthakeffekt ausreichen. Als Laie oder einfach aus Bequemlichkeit kann man übrigens fertige Systeme, wie das Naked Chod System von Korda, kaufen. Dieses wird einfach auf eine dicke Monofile gezogen. Passende Vorfächer für Pop-Up-Köder können ebenfalls bei diesem Hersteller bezogen werden.

Die Übersicht behalten

In dunklen Nächten macht es auf jeden Fall Sinn, die Beleuchtung am Bissanzeiger einzuschalten, um schnellstmöglich zur Rute zu gelangen, ohne zu stolpern.

Des Weiteren sollte der Wiegesack gleich auf der Abhakmatte liegen, denn dann muss der Fisch nicht unnötig „umgeschichtet“ werden. Die Matte sollte groß, feucht und weich sein, denn dann können sich auch Großkarpfen austoben, ohne sich dabei zu verletzen. Zudem solltest Du beachten, das Abhaken entfernt von anderem, sensiblem Tackle durchzuführen, damit keine Sachen beschädigt oder beschmutzt werden, wenn der Fisch um sich schlägt.

Mit elektronischen Funkbissanzeigern kann man auch mal im Auto schlafen oder sich von den Ruten kurzzeitig entfernen und bekommt dennoch jeden Biss mit. Meine persönliche Empfehlung ist hier ein 3+1 Set von MK-Angelsport, welches gerade einmal um die 100 € kostet, aber trotzdem sehr weit funkt (Ich habe dies u.a. hinter einem Elbdeich getestet).

Hilfreiches Material

Im Sommer kann es vorkommen, dass die Wasserstände niedrig sind. Wer eine Wathose mitnimmt kann sicherstellen, dass er den Fisch auf jeden Fall mit dem Kescher erreicht. Natürlich sollte Nachts im Dunkeln nur an Uferstellen gewartet werden, die ganz sicher keine Untiefen beinhalten, denn alles andere wäre lebensgefährlich.

Mückenschutz- und Zeckenschutz sind im Sommer wichtig. AntiBrumm und Co. sollte man am besten erst auftragen, wenn die Montagen mit Ködern bestückt sind, denn das Bitteraroma dieser Mittel schmeckt auch den Karpfen nicht.

Ein weißes Tuch oder der weiße Deckel eines Eimers, auf dem wichtige Dinge, wie Boiliestopper, Boilienadel, Schere und Co. abgelegt werden können, erleichtern das Auffinden bei Dunkelheit.

Es schadet niemals, neben einer Kopflampe noch ein weiteres Exemplar oder eine Taschenlampe dabeizuhaben, falls doch einmal ein Gerät leer ist. Auch Ersatzbatterien für die Bissanzeiger sind im Ernstfall der Retter der Session.

Wann es keinen Sinn mehr macht zu Angeln

Gefühlt werden die Sommer immer extremer. Global Warming lässt grüßen. Bei Tagestemperaturen von 35 Grad erhitzen sich besonders flache Gewässer derzeit wieder sehr schnell. Erreicht hier dann auch der Grund eine Wassertemperatur von 27-28 Grad, beißen Schuppen- und Spiegelkarpfen kaum noch. Dann lohnt es sich höchstens noch, einen Ansitz auf Graskarpfen zu probieren. Ansonsten heißt es warten oder an tiefen und kühlen Gewässern fischen, die auch im Sommer noch milde Temperaturen aufweisen.

Viel Spaß beim Ansitzangeln im Sommer. Genießt die Zeit in der gedeihenden Natur! 

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