Skip to main content

Karpfen Partikel zubereiten und kochen

Karpfen Partikel zubereiten und kochen

So macht Ihr Eure Partikel zu einem Magneten für Karpfen

Partikel, wie Hartmais, Weizen, Tigernüsse und Hanf, sind um einiges preiswerter als Boilies, können aber dennoch in manchen Situationen mehr Fangerfolg herbeiführen.

Hartmais: Allrounder für alle Friedfische

Hartmais ist der Klassiker schlechthin beim Karpfenangeln. Er fing bereits eine lange Zeit Fisch, bevor die ersten Boilies überhaupt auf den Markt kamen. Um ihn optimal zuzubereiten, sollte er für einen Tag in einem Gefäß, gefüllt mit Wasser, quellen. Anschließend kann er 10-15 Minuten aufgekocht werden. Verarbeitetes Maisschrot muss lediglich 5 Minuten gekocht werden. Wer den Hartmais nicht als Hakenköder einsetzen möchte, sondern als reines Futtermittel, kann das Kochen weglassen. Karpfen bereitet dies kein Problem. Viele Fischzüchter nutzen trockenen Mais und Weizen seit mehr als einem Jahrhundert als Futterquelle.

Als Hakenköder besitzt Mais die Eigenschaft, für sämtliche Friedfische, wie Alande, Brassen, Karpfen und Schleien attraktiv zu sein. Wer also mit einer Kette aus Maiskörnern am Haar angelt, kann sich auf gut durchmischte Fänge einstellen. Dies gefällt manchen Anglern und Anfängern hilft es sicherlich, schnell, positive Erfahrungen beim Angeln zu sammeln. Erfahrene Angler, die von Brassen und Co. genug haben, verzichten aber meist auf diesen Köder.

Weizen: Gut für die Verdauung

Einige Menschen reagieren nicht so gut auf Getreideprodukte. Beim Karpfen regt Weizen hingegen die Verdauung an. Daher eignet sich dieser ideal als Beimischung, um zu verhindern, dass die Karpfen beim Fressen von Tigernüssen und Co. gesättigt werden. Er kann einfach trocken gefüttert werden. Besser und anziehender ist natürlich ein eingeweichter und für einige Minuten aufgekochter Mix, der für einige Tage im Eimer gestanden hat (immer mit genügend Wasser bedecken, denn das Volumen der Körner nimmt zu).

Als Hakenköder ist Weizen eher ungeeignet.

Hanf: Im Winter unschlagbar

Hanfkörner eignen sich ideal, um im Winter Weißfische und Karpfen anzulocken. Die kleinen, öligen Körner müssen ebenfalls für ein bis zwei Tage eingeweicht werden und sollten dann für einige Minuten aufgekocht werden. Um später als Hakenköder herhalten zu können, sollte das Kochen abrupt beendet werden, sobald der Keim aus der Schale austritt. Hier liegt dann die beste Einstichstelle, um mit einem dünndrähtigen Madenhaken auf Weißfische zu Angeln. Wer sie ausschließlich zum Füttern verwendet, kann natürlich auch etwas länger kochen.

Bei Hanf gilt es zu beachten, ihn nur überzudosieren, wenn er auch als Hakenköder Verwendung findet. Die Fische können sich nämlich regelrecht auf diesen Köder einschießen und alles andere verschmähen. Wer also Boilies oder andere Partikel fischen möchte, sollte darauf achten, dass der Hanfanteil im Futter höchstens bei 15 % liegt.

Dieser Schuppenkarpfen biss auf Tigernüsse am Haar, während jeder andere Köder durch Wollhandkrabben unmittelbar nach dem Auswurf gestohlen wurde.

Tigernuss: Die Nr. 1, wenn Brassen & Krabben ein Problem sind

Tigernüsse stammen aus Südeuropa. Im trockenen Zustand haben sie einen Durchmesser zwischen 5 und 14 mm. Für größere Exemplare, bis über 20 mm, muss man in den Angelshops leider tiefer in die Tasche greifen, obwohl diese Exemplare gemeinhin eher mindere Ausschussware sind.

Da die Nüsse sehr hart sind, müssen auch sie erst einmal ein bis zwei Tage in Wasser quellen. Anschließend sollten sie mindestens 20-30 Minuten aufgekocht werden. Als Hakenköder sind sie perfekt, wenn Wollhandkrabben Boilies und Co. zerstören. Einfach 2-3 Nüsse auf’s Haar ziehen und es kann losgehen. Beim Füttern sollte man es allerdings nicht übertreiben, denn die harten Tigernüsse werden oft mehrfach verdaut, bis sie dann vom Karpfen tatsächlich komplett aufgenommen werden können. Häufig nimmt ein Karpfen eine Nuss auf, scheidet sie aus und der nächste Karpfen nimmt sie dann auf und verdaut weiter.

Meine persönliche Empfehlung ist im Übrigen der Partikelmix von Common Baits. Dieser besteht aus verschiedensten Partikeln, die auch als Hakenköder verwendet werden können. Außerdem enthält der Mix die süße Brotfrucht als natürlichen Sweetener. 

Zubereitung eines Partikelmixes

  • Fülle die trockenen Partikel in ein geschlossenes Gefäß und übergieße sie mit reichlich Wasser, damit sie dieses aufnehmen können. Nach 24 bis 48 Stunden sind die Partikel bereit, aufgekocht zu werden.
Karpfen Partikel zubereiten
  • Koche die Partikel nun 10 bis 40 Minuten in einem Topf. Achte darauf, dass das Verhältnis Partikel und Wasser mind. 1:1 beträgt. Du solltest nicht zu viel auf einmal in den Topf füllen, sondern notfalls mehrfach kochen, denn die Masse der Partikel wird zunehmen. Jetzt kannst Du übrigens auch mit süßen, salzigen und scharfen Substanzen „pimpen“. Das einfachste Hilfsmittel ist hier Haushaltszucker, der dafür sorgt, dass alles schneller gärt und verlockende Gerüche freisetzt. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Den Geschmack kann man Karpfen im Übrigen fast nicht verderben. Auch hemmungslose Schärfe, die kein Mensch mehr ertragen würde, nehmen Karpfen noch an. Stinkbomben aus der Asia-Abteilung sind ebenso wenig ein Problem.  Karpfen Partikel kochenKleine Substanzen, wie Mais, Weizen und Hanf müssen nicht länger als 10 Minuten gekocht werden. Je länger die Partikel gekocht werden, desto weicher werden sie natürlich. Um mit Hartmais noch einen robusten Köder am Haar zu haben, darf man ihn selbstverständlich nicht zerkochen. Tigernüsse können bis zu einer Dreiviertelstunde köcheln. Normalerweise reichen aber 30 Minuten vollkommen aus.
  • Abschließend müssen die Partikel noch ein paar Tage ziehen. Dazu wird wieder reichlich Wasser in ein geschlossenes Gefäß gegeben, damit sie dieses aufnehmen können und kein Schimmel entsteht. Das Wasser sollte die Partikel immer um einige Zentimeter überdecken. Wer es eilig hat, kann die Partikel nach 2 Tagen verfüttern. Ein längeres Warten bringt ein übel riechendes, saures Sud hervor, welches der Mensch eher abstoßend findet, die Karpfen aber lieben es! Um den Effekt schneller zu erzielen, empfiehlt es sich, die Partikel in die pralle Sonne zu stellen. Angelrollen TestSpinnrollen TestKarpfenrollen Test

Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.