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Angeln auf Zander 

So werden Stachelritter überlistet!

Zander sind schwieriger zu fangen, als andere Raubfische. Das macht sie geheimnisvoll und den Fang ihrer natürlich umso erstrebenswerter.

Die Stachelritter lassen sich entweder mit der Spinnrute fangen oder mit Köderfischen beim Ansitzangeln.

Steckbrief Zander

Zanderköder

Gummifische

Köder für Zander sind vornehmlich Gummifische in den Größen zwischen 7 und 12 Zentimetern. Während beim Angeln auf Hecht eher dickbäuchige und bullige Gummis zum Einsatz kommen, mögen Zander lieber schlanke Gummifische. Je nach Jahreszeit und Umweltbefindlichkeit können No-Action Shads, Low-Action Shads und Action Shads für das Zanderangeln eingesetzt werden. Beliebt sind derzeit vor allem Shads, die in ihrem Aussehen einem Stint ähneln. Erwähnenswert sind u.a. die Köder der Firma Lieblingsköder, welche passend für Einsteiger bereits mit Hinweisen zur richtigen Anwendung bei den verschiedensten Wetterverhältnissen versehen sind.

Vor allem die jetzigen Platzhirsche Keitech, Lunker City und Bass Assassin bieten umfangreiche Sortimente für das Angeln auf Zander an. Empfehlenswert Zanderköder von Keitech sind der Easy Shiner und der FAT Swing Impact. Von Lunker City stammt der Fin-S Fish, der insbesondere beim Vertikalangeln großartige Ergebnisse einbringt. Des Weiteren sollte der Sea Shad von Bass Assassin in den Größen zwischen 4 und 6 Zoll nicht unerwähnt bleiben, welcher schon vielerorts Großzander verführen konnte.

Auch der Klassiker, der Kopyto von Relax, fängt nach wie vor seine Fische. Die Erwähnungen hier spiegeln allerdings ausschließlich subjektive Eindrücke wieder und es gibt natürlich noch viele andere Köder, die sich ideal zum Angeln auf Zander eignen.

Tubes und Twister

Tubes und Twister eignen sich hervorragend zum Angeln auf Zander für Anfänger. Die Köder müssen eigentlich nur monoton durchs Wasser gekurbelt werden und können dennoch zum Zander führen. Wer ab und zu Stop & Go’s einlegt, erhöht seine Fangchancen noch einmal deutlich.

Creatures und Co.

Aus Nordamerika erreichen uns regelmäßig neue Angelmethoden, mit denen erfolgreich Schwarzbarschen nachgestellt wird. Klappt der Fang von heiklen und begehrten Schwarzbarschen, lassen sich die Techniken eigentlich auch immer gut auf heimische Flussbarsche und Zander einsetzen. So konnten sich Montagen, wie das Drop-Shot, Carolina und das Texas Rig auch hierzulande zum Angeln auf Zander durchsetzen.

Mit diesen Methoden entstehen auch immer wieder neue Zanderköder. Diese Creatures ahmen entweder andere Tierchen, wie Insekten und Krebse, nach oder sie sind gänzlich der Phantasie eines Entwicklers entsprungen. Sollten klassische Methoden, wie das Faulenzen oder Jiggen, fehlschlagen, kann auf solche Methoden zurückgegriffen werden. Mit jenen kann man einzelene Spots sehr ausdauernd und beharrlich ausfischen.

Wobbler

Wobbler sind zum Angeln auf Zander eher unüblich. Gerade aber in der Dämmerung oder Dunkelheit können diese Köder zum Fangerfolg führen. Zander verlassen während diesen Gegebenheiten den Gewässergrund und rauben an der Oberfläche. Bietet man dann einen schlanken Flachläufer an der richtigen Stelle an, wird der erste Biss nicht lange auf sich warten lassen. Wobbler, wie der Rapala Max Rap, eignen sich für diesen zweck. Scheint der Mond, sollte der Köder möglichst schwarz gehalten sein, denn dann erkennt der Augenräuber Zander den Wobbler besonders gut, wenn er im dunklen Wasser nach oben raubt.

Köderfische

Ein exzellenter Zanderköder sind Köderfische. Gegenüber dieser natürlichen Nahrungsgrundlage hegt der Zander am wenigsten Argwohn. Da Zander eher schlanke Köderfische nehmen, entfallen Brassen und Güstern als Köderfische. Schneider, Rotfedern und Rotaugen führen in der Regel zum Ziel. Allerdings kann man es bei Flaute auch mal mit Meeresfischen probieren. Diese verbreiten einen besonders intensiven Duft. Generell empfiehlt es sich, die Köfis in den Flanken einzuritzen, damit sie schneller aufgestöbert werden können.

Da Zander jedoch nicht so ein massives Maul wie Hechte besitzen, können auch Fischfetzen, vor allem wenn die Durchschnittsgröße bei 60 cm oder weniger liegt, Verwendung finden. Dafür wird entweder der Kopf, der Schwanz oder ein Filetstück am Einzelhaken oder Drilling angeboten.

Montagen zum Zanderangeln

Faulenzen: der Klassiker schlechthin!

Mit der Methode des Faulenzens ist es wohl endgültig möglich geworden, selektiv und kontinuierlich Zander zu fangen. Diese Angeltechnik ist denkbar simpel, wie effizient. Der Köder wird ausgeworfen, an gespannter Schnur zum Grund hinabgelassen und dann mit ein bis drei (manchmal auch nur mit einer 1/2 bzw. 1/4 Umdrehung angekurbelt. Daraufhin sinkt er wieder an gespannter Schnur ab. In dieser Absinkphase folgt dann der Großteil der Zanderbisse.

Die Montage besteht aus einem 40-80 cm langen Flurocarbon-Vorfach an dessen Ende der Köder in einem Snap hängt. Das Flurocarbon sollte, je nachdem ob Steinkanten o.ä. vorhanden sind, 25-35 mm dick sein. Sind Hechte im Gewässer vorhanden, sollte ein weiches 7×7-Stahlvorfach verwendet werden.

Jiggen

Während die Köderführung beim Faulenzen nur über die Angelrolle bestimmt wird, wird der Köderlauf beim Jiggen auch über die Rutenspitze beeinflusst. Dazu wird die Rutenspitze, zusätzlich zum Kurbeln, angehoben, um den Köder steiler abheben zu lassen.

Die Monage gleicht der des Faulenzens.

Köderfisch an der Pose

Vorsichtige Zander lassen sich am besten mit Köderfischen fangen. Soll der Köderfisch an einer Pose angeboten werden, bietet sich eine solche mit einem Gewicht zwischen 5 und 15 g an. Als Vorfach kann, je nach Hechtvorkommen, Fluorocarbon oder weicher 7×7 Stahl zum Einsatz kommen. Der Köfi sollte, wenn es auf größere Exemplare geht, an 2 Dillingen befestigt werden. Da Zander am Tage am Grund fressen, sollte die Pose übertief eingestellt werden. Somit liegt der Köfi am Grund. Alternativ kann der Köfi, nach vorherigem Ausloten, auch schwebend, kurz über Grund, angeboten werden.

Köderfisch am Grundblei

Diese Zandermontage besteht aus einem Laufblei/Tiroler Hölzl/Bodentaster, einem Wirbel und natürlich einem Vorfach. Das Vorfach kann von fein (6er Aalvorfach mit 25er Mono) bis grob (Stahl mit 2 Drillingen) reichen.

Zander schlucken ihre Beute in der Regel von hinten. Hechte drehen den Fisch meist und fressen ihn vom Kopf heran zuerst. Dieser Aspekt ist wichtig, wenn die Drillinge/Einzelhaken angebracht werden. Sie können klassisch, 2 Drillinge in den Flanken platzieren, dann ist der Hakensitz vermutlich gut oder Sie nutzen nur einen Drilling & ziehen das Vorfach mit einer Ködernadel durch den Mund bis zum After hindurch. Der Drilling schaut daraufhin aus dem Mund heraus.

Beim Angeln auf Zander kann es jedoch auch mal erforderlich sein, feiner vorzugehen. Wer keine Zander verschrecken möchte, sollte nur einen Einzelhaken mit einer Ködernadel aufziehen. Dieser sollte dann ein gutes Stück aus dem Mundwinkel schauen. Macht sich ein Zander nun an dem Köfi zu schaffen, sollte er den Haken erst bemerken, wenn es zu spät ist.

Im Video: Angeln auf Zander mit Köderfisch